Burg Greifenstein

Foto: © Greifenstein-Verein e.V. – Burkhard Werner

Burg Greifenstein – Lauter die Glocken nie klingen!

29.01.2020

Die Burg Greifenstein im Westerwald ist eine im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Burg: In spektakulärer Lage hoch über dem Dilltal stellt sie mit ihrer einmaligen Silhouette ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Westerwaldes dar.

Die Burg bietet nicht nur eine besonders weitreichende Aussicht von den Doppeltürmen, sondern auch eine prunkvolle Barockkirche und geheimnisvolle Kasematten. Vor allem aber ist die Glockenwelt Burg Greifenstein mit über 100 Glocken die in ihrer Art bedeutendste Glockensammlung Deutschlands.

Ein Jahrtausend Glockengeschichte, berühmte Glocken aus aller Welt und die unterschiedlichsten Glockenfunktionen warten darauf, von kleinen und großen Besuchern gehört, gesehen – und angeschlagen zu werden. Der Greifenstein ist auch ein GeoPunkt im GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus.

Wir sprechen mit Michael Volkwein, Vorstandsmitglied beim Greifenstein-Verein und „Burgherr“.

Welche ist die kleinste Glocke und wie schwer ist die größte Glocke in der Glockenwelt Burg Greifenstein?
Unsere kleinste ist die Rezeptionsglocke aus einem Hotel, mit der Gäste „rufen“ können. Und die schwerste ist die Laurentio-Glocke. Sie besteht aus dem Metall Zink, das besonders schwer ist, und bringt 671 Kilogramm auf die Waage – fast so viel wie ein Smart-Auto.
Und noch etwas: Unsere beiden ältesten Glocken sind fast 1000 Jahre alt, nämlich die Bienenkorb- und die Zuckerhutglocke.

Darf man die Glocken auch ausprobieren?
Na klar, und zwar nicht nur die Kleinen und ganz Großen (wozu es extra Gummihämmer gibt), sondern auch die beiden Glockenspiele, die ganze Lieder vorspielen.

Was begeistert Kinder am meisten?
Eindeutig das Anschlagen der ganz großen Glocken – wo kann man das auch sonst? Mit einem großen Gummihammer richtig fest dran hauen – das macht Spaß. Übrigens auch den Erwachsenen… Naja, und dann gibt es natürlich noch die Kinderecke mit Röhrenglockenspiel und Klangmemory!

Und was ist Ihre persönliche Lieblingsglocke?
Eigentlich finde ich alle Glocken toll. Aber meine „Lieblingsecke“ im Museum ist die mit Gedichten und Liedern über Glocken: Da gibt es das lustige Gedicht „Bim, Bam, Bum“ von Christian Morgenstern. Übrigens kann man sich das alles auch auf MP3-Playern anhören – wie auch den Klang der berühmtesten Glocken der Welt.

Wer versteckt sich hinter Bim und Bam?
Das sind unsere Mäuse. Die gibt es ja in jedem alten Gemäuer. Und bei uns heißen sie Glockenmaus Bam und Burgmaus Bim. Manchmal streiten sich die beiden, weil Bam mit den Glocken zu laut ist und Bim stört, aber oft hilft Bim der Bam sogar beim Glockenguss.

Können die Kasematten (ein historisches Festungsgewölbe) der Burg besichtigt werden?Jawohl. Mit dem Kauf einer Eintrittskarte können Sie alles besichtigen, vom tiefsten Gewölbe unter dem Burghof bis zur höchsten Stelle in den Doppeltürmen mit der tollen Aussicht. In dem einen Turm hängen übrigens „aktive“ Glocken: Der Turm ist der Glockenturm der Barockkirche. Die gehört auch zum Eintrittspreis.
Unter der prächtig eingerichteten Kirche verbirgt sich die viel ältere Katharinenkapelle. Und von dort aus geht es in die Kasematten…

Was können Familien nach dem Besuch der Glockenwelt noch unternehmen?
Nur 18 Autominuten sind es bis zum Tierpark Herborn mit Papageien, exotischen Vögeln und einem Streichelgehege. Sogar Kängurus und Erdmännchen gibt es dort! Auf dem Weg dorthin könnte man in der Altstadt von Herborn ein leckeres Eis essen…
21 Autominuten entfernt befindet sich das Besucherbergwerk Grube Fortuna. Das ist ein echtes Bergwerk, in dem man mit Förderkorb und Grubenbahn bis in 150 Meter Tiefe fährt und erfährt, wo das Eisen herkommt. Für Kinder unter 6 Jahren gibt es dort das Mit-Mach-Bergbaumuseum mit großem Maschinenhaus.

Wir bedanken uns herzlich für dieses interessante Gespräch!

• für die ganze Familie
• für draußen und für drinnen
• Preise: Kinder von 6-16 J. 2 Euro / Erwachsene 4 Euro
• Öffnungszeiten: 15. März bis 31. Mai: Di bis So 10-18 Uhr | 1. Juni bis 31. August: Mo bis So 10-18 Uhr
• 35753 Greifenstein, Talstraße 19, Tel. 06449-6460
www.burg-greifenstein.net

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