Luftaufnahme der Burg Ronneburg
Zeitreise ins Mittelalter

28.05.2021

Schon von Weitem grüßt die imposante Silhouette der Ronneburg ihre Besucher. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert ist eine der wenigen, im originalen Bauzustand erhaltenen Höhenburgen. Sie ist eingebettet in eine reizvolle Hügel-Landschaft des Main-Kinzig-Kreises und ein lohnendes Ausflugziel für große und kleine Mittelalterfans.

Besonders sehenswert sind der 96 Meter tiefe Brunnen mit seinem Tretrad, der 32 Meter hohe Bergfried mit Aussichtsplattform sowie die historische Burgküche. Die Ronneburg beherbergt heute ein Museum, ein Restaurant und eine Falknerei. Wir sprechen mit dem Burgwart und Museumsleiter Marcus Hofer.

Sie leiten die Ronneburg und das Burgmuseum – welche Beziehung haben Sie zu der Burg?
Ich kam im Mai 2018 zur Ronneburg, offiziell als „Major Domus“ – das hieß in erster Linie Hausmeister und Haustechniker, Koordinator für Fremdfirmen, die Großveranstaltungen, Vorbereitung der museumspädagogischen Programme, Sicherheitsbeauftragter und „rechte Hand“ des damaligen Burgwartes und des Vorstandes des Vereins „Freunde der Ronneburg e.V.“. Ich war damals sehr überrascht eine solch gut erhaltene Burganlage quasi „vor der Haustür“ vorzufinden.

Ich habe mich dann natürlich sofort auf sämtliche verfügbare Literatur zur Ronneburg gestürzt und mich mit der Geschichte der Burg vertraut gemacht. Bei knapp 800 Jahren Burggeschichte gibt es natürlich sehr viele Informationen zu den verschiedenen Eigentümern, dem Ausbau und den ständigen Erweiterungen sowie den prägnanten Ereignissen der Burg. In der Ronneburg wird das Mittelalter lebendig.

Was begeistert Kinder bei Führungen am meisten?
Ich denke, die Tatsache auf einer „richtigen, alten Burg“ zu sein ist generell für die Kinder schon das Größte – natürlich sind alle unsere Besucher sehr beeindruckt von unserem Brunnen oder dem Bergfried mit seiner grandiosen Aussicht, auch unsere beiden Pfauen, Giacomo und Josephine, sind sehr beliebte Fotomodelle. Eines unserer Hauptaugenmerke besteht allerdings in der Museumspädagogik – wir bieten speziell für Kinder (Schulklassen, Kinder-gärten, Ferienspiele, private Kindergeburtstage) diverse Programme an, bei denen Kinder einen Einblick in kulturelle oder handwerkliche Aspekte des Mittelalters „eintauchen“ können.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsort?
Der umlaufende Balkon auf dem Bergfried und natürlich die Burgküche…

Gibt es einen Burgschatz oder außergewöhnliche Funde aus dem Mittelalter?
Der größte Schatz ist die Burg – das Staunen und Lächeln das Sie, vor allem bei Kindern, bewirkt, ist das Schönste und Wertvollste was wir hier erleben dürfen.

Durch die Pandemie mussten zahlreiche Veranstaltungen und Angebote ausgesetzt werden – wie sehen die Planungen für die Zeit danach aus?
Wir werden wieder vollständig mit den „Sonntagsprogrammen“ und der Museumspädagogik starten, auch die Burgbelebungen werden wir wieder durchführen, und die beliebten Seminare werden auch wieder stattfinden. Die großen Veranstaltungen wie Oster-, Mai- und Weihnachtsmarkt, Pfingstturnier und Burgfestspiele werden noch ausgesetzt – hierfür ist es eindeutig noch zu früh. Sobald diese wieder stattfinden können, werden wir diese auch wieder veranstalten – allerdings erstmal etwas „kleiner und feiner“.
Zukünftig wird es auf jeden Fall auch ein breiteres kulturelles Programm auf der Burg geben: Theater, Musik, Lesungen, etc.
Ein weiteres Highlight wird unser „Escape-Room“ sein, der in diesem Jahr auf der Burg entsteht – die Vorbereitungen dazu laufen schon auf Hochtouren.

Wie geht es den Falken – vermissen die Vögel ihre spektakulären Vorführungen?
Den Vögeln geht es so weit gut. Unser Falkner-Team, Herr Reinhardt und seine Frau, leistet eine wundervolle Arbeit mit den Tieren und kümmert sich immer sehr gut um seine „Mitarbeiter“. Natürlich ist es schwierig die Vögel zu trainieren und das Erlernte beizubehalten, wenn über einen so langen Zeitraum kaum Kontakt zu größeren Menschengruppen möglich ist. Zum Glück haben die beiden eine so gute Verbindung zu den Tieren und können auch kleinere Events, auch außerhalb der Burg durchführen.

Was können Familien nach dem Besuch der Ronneburg noch unternehmen?
Natürlich erstmal, sobald wieder alles geöffnet ist, eine kleine Erfrischung im Biergarten des Restaurants auf der Ronneburg einnehmen und dann zur Falknerei-Vorführung gehen. Danach kann man auch noch wunderbar in der Natur des Ronneburger Hügellandes spazieren gehen.

Wir bedanken uns herzlich für dieses interessante Gespräch.

• für die ganze Familie
• für draußen
• Preise: Kinder ab 5 Jahren 5,50 Euro / ab 14 Jahren 6,50 Euro / Erwachsene 7 Euro / Familien (3 Ki. + 2 Erw.) 21 Euro.
• Öffnungszeiten: Sa, So, Feiertage und Brückentage 11-17 Uhr / letzter Einlass 16 Uhr.
• 63549 Ronneburg, Burg Ronneburg, Tel. 06048-950905
www.burg-ronneburg.de

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