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Autorin:

Dr. Cosima Vossenkuhl

 

Selbstständige

Rechtsanwältin

und Mediatorin
in Bad Homburg.

Mutter von Zwillingen

 

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Das Familienmagazin für den Taunus und Umgebung

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Rechtzeitig klären

Das Familienglück festhalten

 

Wenn ein Kind geboren wird, dreht sich alles um dieses kleine Wesen. Häufig werden die tiefgreifende Veränderung und die körperliche Anstrengung jedoch zur Belastungsprobe für die Eltern.

 

Junge Eltern stehen plötzlich vor der Herausforderung, für das gemeinsame Kind zu sorgen und sich trotzdem als Paar nicht aus den Augen zu verlieren. Darüber hinaus stellen nicht wenige Paare fest, dass sie auf der Beziehungsebene gut zueinander passen, aber völlig unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie sie ihre Kinder erziehen möchten. Und umgekehrt können auch zerstrittene oder getrennte Paare in der Erziehung der Kinder ihre Probleme ausklammern und sehr gut harmonieren.

 

Weil die Fürsorge für das Baby oder Kleinkind viel Kraft und Zeit der Eltern beansprucht, bleiben Auseinandersetzungen allerdings oft ungeklärt, Enttäuschungen unausgesprochen. Dabei ist ein Konflikt an sich nichts Schlechtes, er birgt auch immer eine Chance. Denn durch Reibung bleiben wir in Bewegung und entwickeln uns. Entscheidend ist letztlich, wie wir mit einem Konflikt umgehen. Blenden wir ihn aus, bleibt er trotzdem bestehen und wird oft sogar größer. Suchen wir die direkte Auseinandersetzung, verleiten uns die Emotionen möglicherweise zu Vorwürfen, Beschimpfungen und anderen Formen der Eskalation, die wir eigentlich vermeiden wollten.

Aber wie können diese Konflikte bewältigt werden? Wie können Eltern ihre Partnerschaft stärken? Wie können getrennte Paare gemeinsam gute Eltern bleiben?

 

Wer in einer vergleichbaren Situation ist, kann die Unterstützung eines neutralen Mediators in Anspruch nehmen. Sind alle Beteiligten bereit, freiwillig an einer Mediation teilzunehmen, bietet dieses seit längerem etablierte Verfahren einen strukturierten Rahmen, der es den Beteiligten (den Medianden) ermöglicht, eigenverantwortlich eine konstruktive Lösung ihres Konfliktes zu erarbeiten. Die Medianden bestimmen dabei weiter selbst über die zu behandelnden Inhalte. Aufgrund der Freiwilligkeit der Teilnahme können die Beteiligten das Verfahren jederzeit unterbrechen oder beenden. Alle Inhalte des Verfahrens sind absolut vertraulich.

 

Das Verfahren läuft in der Regel in fünf Phasen ab: Zunächst lernen sich Mediator und Medianden kennen, klären die Formalitäten, den Ablauf und die Rahmenbedingungen und schließen eine Vereinbarung (1). Danach legt das Paar fest, welche Themenbereiche behandelt und welche Konflikte geklärt werden sollen. Jeder Beteiligte schildert, worüber er in der Mediation sprechen möchte, was nach seiner Auffassung geregelt werden muss (2). Zu jedem einzelnen Thema wird anschließend herausgearbeitet, was dem jeweiligen Beteiligten daran wichtig ist, welche persönlichen Interessen und Bedürfnisse er in diesem Zusammenhang hat (3). Schließlich entwickeln die Medianden wie bei einem Brainstorming Lösungsoptionen und sammeln so viele Ideen wie möglich, um diese im nächsten Schritt zu bewerten und zu verhandeln (4). Das Ergebnis wird in einer Abschlussvereinbarung festgehalten (5).

 

Der Mediator leitet die Kommunikation an, gewährleistet die Einhaltung der Rahmenbedingungen und ist stets neutral und für jeden Beteiligten gleichermaßen zuständig. Er macht jedoch keine eigenen Lösungsvorschläge und erbringt auch keine Rechtsberatung; ist juristische Expertise gefragt, wird der Mediator einen geeigneten Fachanwalt hinzuziehen. Die Mediation ist schließlich auch kein therapeutisches Verfahren, so dass sich die Medianden bei Bedarf die Unterstützung eines Therapeuten selbstständig suchen müssen.

Mediation ist in der Regel kurzfristig möglich und häufig kostengünstiger als viele andere Verfahren, etwa Gerichtsverfahren.

Wenn Sie denken, dass eine Mediation für Sie in Frage kommt, sprechen Sie einen Mediator an und lassen Sie sich unverbindlich beraten. Achten Sie darauf, dass der Mediator eine Zertifizierung hat und/oder Mitglied des Bundesverbands für Mediation (BM) ist.

Wenn man bedenkt, welche Bedeutung unsere Partnerschaft / Ehe und unsere Kinder für unser persönliches Glück haben, ist es einen Versuch allemal wert.

 

 

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