Frau mit Teller auf dem ein Spruch zum Umweltschutz abgedruckt ist
Kindererziehung in Corona-Zeiten mit Platon & Co.

ANZEIGE – 01.06.2020

Bei der Kindererziehung mit den antiken Philosophen Hand in Hand gehen? Absolut lohnenswert – denn zahlreiche Gedanken von Platon & Co sind so aktuell, dass sie insbesondere in Corona-Zeiten, aber auch generell in Bezug auf Kindererziehung unsere Aufmerksamkeit verdienen. Ein paar Blitzlichter.

Mit seinem Zitat „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ erinnert uns Aristoteles an die lebensnotwendige Fähigkeit, sich an Widrigkeiten anpassen zu können. Als Eltern können wir unseren Kindern vorleben, wie das geht, und sie damit lebenstauglich machen. Dass wir uns als Mütter unserer Rolle bewusst sind, die bedeutendsten „Influencerinnen“ auf Erden zu sein, die intelligente Entscheidungen zu treffen haben, ist eine wichtige Voraussetzung dafür. So, wie ich eine Krise meistere und es vermag, mich im Krisenfall neu zu positionieren, so werden auch meine Kinder dazu in der Lage sein.

Die Vorbildfunktion spielt auch in Bezug auf Platons Ansatz eine bedeutende Rolle: „Das Gemüt des Kindes muss fern von Verzärtelung…wie von zu großer Strenge…in einer möglichst frohen und heiteren Stimmung gehalten werden.“ In Corona-Zeiten gar nicht so leicht, und auch generell sind Stimmungsschwankungen der Eltern für unsere Konstanz liebenden Kinder schwer zu handeln. 

Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, wie bedeutsam beispielsweise die Mimik von Bezugspersonen für Kinder ist. Wer in Kindertagen regelmäßig in frohe, zuversichtliche Gesichter blickt, wird auch selbst eher in der Lage sein, Freundlichkeit auszustrahlen und weiterzugeben. 

Bei gemeinsamen Mahlzeiten, die bestenfalls eine feste Konstante im Familienalltag darstellen, ist heitere Stimmung fast garantiert. Gemeinsam zu essen bedeutet, einen geeigneten Rahmen zu schaffen, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel über das, was sie gerade beschäftigt. Besonders in Corona Zeiten schaffen wir mit gemeinsamen Mahlzeiten zweierlei: Wir versüßen uns, auch mit schönem Geschirr, den eingeschränkten Alltag und können erzieherisch eine Menge bewirken. Vor dem Essen gilt es, die Hände zu waschen – am besten auch mal spielerisch.

Während positive Momente in der Kindererziehung ruhig ewig andauern könnten, möchten wir Stresssituationen mit Kindern gerne schnell hinter uns haben. Epikur hilft uns hier weiter: „Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der Grundsatz, dass kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann.“ Was hoffentlich für Corona gilt, trifft definitiv auch für Stressmomente mit Kindern zu, die meistens schnell vorüberziehen. Ist man sich dessen bewusst, kocht die Wut, auch verbal, nicht ganz so hoch. Gleiches gilt für das vorübergehende Einnehmen der Kinderperspektive, aus der sich vieles mit nachsichtigeren Augen ansehen lässt.

Klingt alles nicht so schwer?
Dann ziehen wir doch einfach mit Sokrates an einem Strang:„Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an.“ Zirka 30 Tage dauert es, bis sich eine neue Gewohnheit im Kopf verankert hat. Die Corona-Krise ist ein geeignetes Zeitfenster, um Neues zu beginnen, frühere Rituale wieder aufzugreifen.
Eine Chance, um zumindest in Bezug auf unsere Kinder einen großen Schritt voranzukommen. Am Ende der Krise haben viele von uns weniger Geld, aber vielleicht haben wir etwas anderes vertieft oder gewonnen, was unbezahlbar ist: die Beziehung zu unseren Kindern.

 

 

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Eva Bollandt-Ditzen

Autorin:
Eva Bollandt-Ditzen ist Studienrätin und unterrichtet an der Hanauer Paul-Gerhardt-Schule. Die ausgebildete Knigge-Trainerin bietet unter ihrem Label „Sprachsalon – Enjoy words!“ auch Fremdsprachenunterricht und „Schön-Sinnvolles“ für Familien an.
https://www.sprachsalon.com

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