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Autor:

Michael Ilg

 

Er ist Lerncoach und Motivations-trainer und

Geschäftsführer des Lernzentrums

Learning by doing

 

 

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Das Familienmagazin für den Taunus und Umgebung

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Nicht immer Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Legasthenie

Erfolgreich Rechtschreibung üben!

 

„Liba Fater, hir im Uraup isst es ser schöhn. Wier gehe jeden Tag in die Stad. Auf unser Widerseen fräuen wir uns. Gans hertzliche Grüse.“ So oder so ähnlich sehen frei geschriebene Texte, Postkarten und kleine Nachrichten aus, die Kinder schreiben. Gespickt mit Schreib- und Regelfehlern.

 

Da ist es ganz normal, dass Eltern in Panik geraten und mit den ihnen bekannten Trainings versuchen zu helfen. Die Nachhilfe- und Lernzentren haben täglich mit Schülern und Eltern zu tun, die nach Lösungen für das Rechtschreibproblem suchen. Dabei gibt es einige ganz einfache und bewährte Trainingsmethoden, die auch zu Hause schnell zu einem Lernfortschritt führen können:

 

1. Richtig lesen üben:

Der Schlüssel zu einer sicheren fehlerfreien Rechtschreibung liegt im guten und präzisen Lesen. Es ist für die Schreibkompetenz wenig hilfreich, wenn die Kinder schon Bücher oder Romane lesen, die nicht altersgerecht sind.

Meistens wird nur „sinnerfassend“ gelesen, jedoch nicht fehlerfrei und richtig. Endungen werden vergessen, schwer zu lesende Wörter einfach weggelassen und manche Wörter dazu erfunden oder durch andere ersetzt. Dabei kommt es zu keinem echten Trainingseffekt für die Schreibkompetenz.

Besser ist es, wenn die Eltern jeden Tag 3 bis 10 Minuten gemeinsam laut lesen. Immer Zeile für Zeile abwechselnd und ohne zu viel zu korrigieren (sonst verlieren die Kinder schnell die Lust am Lesen).

Durch das schnelle Wechselintervall sind die Kinder gezwungen immer mitzulesen – auch wenn gerade die Mama oder der Papa liest –, weil es ja gleich für das Kind weitergeht. Zeitgleich mit dem eigenen Lesen hört das Kind die Stimme der Eltern und „Wort-Schriftbild“ wird richtig trainiert.

 

2. Abschreiben von Texten:

„Komm wir schreiben ein Diktat“. Diesen Satz können Sie in Zukunft ohne schlechtes Gewissen streichen. Mit einem Diktat kann man keine Rechtschreibung üben. Es dient lediglich dazu, die Schreib- und Regelkompetenz zu überprüfen. Wichtiger ist aber sicherlich das Üben.

Und hier führt richtiges Abschreiben zu sehr guten Trainingseffekten. Den Text (am besten vergrößert, damit gut lesbar) abschreiben lassen. Täglich 5 bis 10 Sätze als leicht überschaubare Einheit, die ein Kind motiviert leisten kann, bringen mehr, als viele endlose Diktate, die ein Kind widerspenstig und demotiviert schreiben muss.

 

3. Reizintensiv trainieren:

Es ist wichtig, dass der Trainings- und Lernprozess möglichst reizintensiv erfolgt und mit positiven Emotionen verbunden wird.

Dazu bietet es sich an, das Kind „Lauf-Lern-Aufgaben“ machen zu lassen. Lernwörter oder kleine Sätze werden an einer nicht zu weit entfernten Stelle in der Wohnung platziert. Das Kind darf sich einzelne Sätze holen und abschreiben oder Satzteile dort durchlesen und merken und dann am Schreibtisch aus dem Gedächtnis aufschreiben. Der Satz wird anschließend geholt überprüft und korrigiert.

 

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