Man sieht ein Baby beim Babyschwimmen.

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Babyschwimmen – ein Erlebnis für Eltern und Baby

21.03.2024

Vertrauen, Auszeit, eins werden mit dem Element Wasser… das sind die Punkte, die beim Babyschwimmen ganz vorne stehen.

Für viele Eltern ist es sehr aufregend, wenn der erste Besuch im Babyschwimmkurs ansteht. Eine Vorbereitung in Form von Badewannen-Training zu Hause ist sehr ratsam. Warme Badegänge, aber auch kurze Temperatur-Güsse an den Füßchen mit kühlerem Wasser gewöhnen das Kleine an die Reize von außen.

Ein sattes Baby ist ein glückliches Baby. Eine Stunde vorher stillen sollte vor dem Schwimmkurs mit eingeplant werden. Gestaltet euren Aufenthalt so stressfrei wie möglich, schaut euch die Gegebenheiten vor Kursbeginn an, Kinder sind sehr empfindsam und die Aufregung der Eltern überträgt sich sehr schnell auf das Kleine.

Die emotionale, psychosoziale und die motorische Entwicklung wird durch das Babyschwimmen gefördert. Das Wasser selbst bietet durch den Druck eine starke Durchblutung auf die inneren Organe, die Körperwahrnehmung verbessert sich, weil durch ständige Bewegung das Wasser wie eine Ganzkörpermassage wirkt. Die Elternhände sind dabei der sichere Anker im Wasser.

Durch das Babyschwimmen werden Reflexe in motorische Bewegungen weiterentwickelt. Der Atemschutzreflex ist angeboren und schützt das Kleine vor dem Ertrinken. Wenn von der Stirn das Wasser über die Nase und den Mund fließt, wird der Reflex ausgelöst. Viele Babys haben einen so stark ausgeprägten Reflex, dass der ganze Körper zum Einsatz kommt und man ein komplettes Zittern fühlen kann. Mit jedem Guss wird das Luftanhalten lockerer. Aus einem Reflex wird ein bewusstes Atemtraining.

Das Tauchen sollte jeder Elternteil selbst entscheiden, ob er das möchte. Ist Vertrauen zum Trainer da und fühlen sich Eltern und Kinder sicher, ermöglicht man beiden ein Taucherlebnis. Beim Tauchen werden viele Glückshormone ausgeschüttet und die Lunge wird stark durchblutet. Vor dem Tauchgang sollte überprüft werden, ob der Atemschutzreflex vorhanden ist. Es gibt Babys, die bereits mit 6 Monaten keinen Atemschutzreflex mehr haben, andere verlieren ihn mit 12 Monaten. Wichtig ist auf die Signale der Kleinen zu hören. Ein Kopfschütteln bedeutet eindeutig Nein. Häufiges Verschlucken deutet auch darauf hin, dass der Reflex nur unvollständig vorhanden ist.

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Natalia Stephan

Autorin:
Natalia Stephan ist zertifizierte Baby-, Kleinkind- und Kinder- Schwimmtrainerin, unterrichtet seit mehr als sieben Jahren und geht in ihrer Arbeit voll uns ganz auf.

www.schwimmeinfach.com

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